Ammoniten-Museum Streitberg

Was sollen wir denn im Ammoniten-Museum?


Fossilien kennen viele Schüler aus dem Fernsehen. An manchen Schulen wird die Erdgeschichte in der 6. Jahrgangstufe auch thematisiert. Trotzdem haben die meisten Schüler noch nie eine echte Versteinerung in den Händen gehalten. Bei der Museumsführung reichen wir Fossilien von Hand zu Hand: Angefangen von den ältesten Fossilien (2 Milliarden Jahre alte Stromatolithen) über Trilobiten, Ammoniten, Belemniten bis hin zum heute noch lebenden Nautilus. Die Entstehung der Fossilien und die Lebensweise der Ammoniten wird genau erklärt. Das ist für die meisten Schüler nicht nur lehrreich sondern spannend. Über das Aussterben der Dinosaurier durch einen Meteoriteneinschlag wissen viele Schüler schon Bescheid, aber keiner weiß, dass gleichzeitig auch die Ammoniten und die Belemniten ausgestorben sind. Bei uns im Museum kann man sogar echte Meteoriten sehen, die einst vom Himmel gefallen sind. In der Regel haben die Schüler viele Fragen, die  gern beantwortet werden. Unser Ziel ist es zu vermitteln, dass die Erde eine lange Geschichte hat und viele verschiedene Lebensformen hervorgebracht hat. Aus dieser langen Geschichte erwächst uns heutigen Menschen eine besondere Verantwortung für dieses Erbe, für die Erde und für die Natur.


Die Museumsführung für Schulklassen


Zunächst haben die Schüler Gelegenheit, sich etwas im Museum umzusehen. Die Führung beginnt mit einer kurzen Beschreibung der Jura-Zeit und der Kalkgesteine, die man in Streitberg an den Felsen sieht. Dann werden die Fossilien herumgereicht und erklärt. Das dauert ca. 30 Minuten. Wenn dann noch viele Fragen kommen, sind schnell 45 Minuten vorbei. Nach dem Museumsbesuch wollen die Schüler meist im Shop etwas einkaufen. Auch dafür sollte Zeit eingerechnet werden, so dass Sie insgesamt mit mindestens 1 Stunde Verweildauer planen sollten. Wenn Sie mit zwei Klassen anreisen, sollten Sie bedenken, dass die räumliche Kapazität in den Museumsräumen maximal bei etwa 30 Schülern liegt. In solchen Fällen hat sich bewährt, dass eine Klasse das Ammoniten-Museum besucht, während die andere Klasse die Binghöhle besichtigt und dann gewechselt wird. Die Führung in der Binghöhle dauert etwa 40 Minuten, der Fußweg einfach vom Museum zur Höhle maximal 10 Minuten. Eine Führung in der Binghöhle muss direkt bei dieser angemeldet werden. Einzelheiten erfahren Sie auf der Homepage der Marktgemeinde Wiesenttal unter Mehr Info.


Führung auf dem Geologischen Erlebnispfad für Schulklassen


Wenn Sie mit Ihrer Schulklasse in der Streitberger Jugendherberge übernachten, kann die Führung dort beginnen. Ansonsten kommen Sie zum Museum. Zunächst werden die große Ammoniten an den Streitberger Häusern gezeigt, dann geht es über den Felssturz in die Wedenbachschlucht. Hier gibt es schöne Kalktuff-Terrassen zu bewundern, ein Wasserrad, mit etwas Glück einen Feuersalamander oder die Wasseramsel. Am Wasserfall vorbei geht es hinauf weiter zur Streitburg. Hier wird die Entstehung des Wiesenttales erklärt. An der Muschelquelle mit ihren Höhlen sprechen wir über die Höhlenentstehung und sehen auch besondere Pflanzen wie die Wildform der Stachelbeere. Über den schönen Promenadenweg geht es vorbei am alten Kurhaus zurück zum Dorfplatz. Die Führung dauert ca. 2 Stunden und kostet 49,00 EUR. An der Geländeführung können gleichzeitig bis zu ca. 50 Personen (zwei Klassen) teilnehmen. Wenn Sie beide Führungen wollen, also Museum und Gelände, so geht das pauschal als Kombiführung für 60,00 EUR. Die Kombiführung beginnt im Museum und dauert ca. 3 Stunden, bevorzugt vormittags. Die Mitnahme von Hämmern ist nicht erwünscht. Es ist auch eine Kurzführung möglich: Dauer ca. 2 Stunden (inkl. Museum), Pauschalpreis 50,00 EUR.


Weitere Tipps für Streitberg


Streitberg besitzt mit der Binghöhle nicht nur eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands, sondern von Streitberg aus lassen sich zu Fuß weitere Höhlen in der Umgebung erkunden. Diese sind natürlich nicht so spektakulär wie die Binghöhle, aber immer noch aufregend und interessant genug. Da gibt es oberhalb der Ruine Neideck die Neideckgrotten und bei Muggendorf die Oswaldhöhle, die sich beide gerade noch ohne Taschenlampen begehen lassen. Der Herbergsvater in der Jugendherberge kennt sich sehr gut aus und gibt gerne Auskunft. Schließlich verfügt Streitberg über ein schönes Freibad, romantisch am Fuß der Burgruine Neideck gelegen. Beliebt sind auch Kanufahrten auf der Wiesent oder Fahrten mit der Museumsbahn. Einen Link zur Homepage der Jugendherberge Streitberg finden Sie unter Mehr Info.